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Young Voices singt in Dresden

Cantate Dresden! – Singen in Dresden! Das war der Name des Chorfestivals, zu dem sich der Egelner Kammerchor Young Voices am 5. November aufmachte, um in der barocken Elbestadt Dresden gemeinsam mit zehn anderen Chören aus Tschechien, der Schweiz und Deutschland zu singen. Nachdem der Freitag größtenteils genutzt wurde, um auf eigene Faust die Stadt ein wenig zu erkunden, sich Galerien anzuschauen oder einen Ausflug zu den zahlreichen Schlössern und Sehenswürdigkeiten zu machen, stand dann am Abend das erste große Konzert an. Nach einer kurzen Probe im Hotel machten sich die Egelner gemeinsam mit den mitgereisten Begleitern von Familie und Freunden auf zur Annenkirche in der Dresdener Innenstadt.

Chor
Young Voices singeng in der Martin-Luther-Kirche.

Bei dem Freundschaftskonzert wirkten neben dem Egelner Kammerchor, ein Frauenchor vom Bodensee, der gemischte tschechische Chor „Boni discipuli“ und ein semiprofessioneller Chor direkt aus Dresden mit, der sich der Erhaltung der slawischen Sprache verschrieben hat. Bei dem Programm war für jeden der Besucher etwas dabei. Von Gospels und Spirituals bis hin zu deutschen und slawischen Volksliedern. Auch die Young Voices präsentierten sich mit einem gewohnt breiten Spektrum der Chormusik. Mit „O musica“ wurde ein Hoch auf die Musik selbst besungen, Rheinbergers „Abendlied“ sorgte für Gänsehaut in der gerade restaurierten Kirche. Die Tenöre nahmen beim Titel „Ich brech die Herzen der stolzesten Frauen“ ihre Aufgabe beim Wort und brachten nicht nur die weiblichen Gesichter zum Schmunzeln. Poplieder wie Phil Collins „Dir gehört mein Herz“ und der Beatles Klassiker „Hey Jude“ rissen das Publikum sichtlich mit und lösten tosenden Beifall aus. Da Dresden als eine sächsische Hochburg von Kunst und Kultur im Laufe der Geschichte immer wieder Schauplatz historischer Ereignisse darstellte, war der am Samstag gemachte Stadtrundgang vollgefüllt mit zahlreichen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und spannenden Hintergrundinformationen. Neben der Besichtigung des Dresdener Zwingers, der Hofkirche und des Residenzschlosses durfte eine Führung in der weltweitbekannten Semperoper natürlich nicht fehlen. Dabei hatten die Sängerinnen und Sänger die Ehre den Konzertsaal der Oper, in den normalerweise über 1300 Zuhörer Mozarts Zauberflöte oder Goethes Faust lauschen, mit ihren Stimmen zu füllen, ganz zur Freude des Touristenführers. Dies war wohl eines der Highlights für alle Mitglieder des Chores. Genauso wie der anschließende Kurzauftritt in der berühmten Dresdener Frauenkirche, die jedes Jahr Hunderttausende Besucher aus der ganzen Welt anzieht. Schon bei dem kurzen Einsingen auf dem Dresdener Neumarkt direkt vor der Kirche sammelte sich eine kleine, neugierige Traube an Menschen vor dem Chor und hörten gespannt zu. In der Kirche, die am Ende des zweiten Weltkrieges komplett zerstört wurde und ausschließlich durch nationale und internationale Spendengelder wiederaufgebaut wurde, herrschte eine ganz magische Atmosphäre. Die Klänge des geistigen Lobliedes „Jubilate Deo“ schallten von den Wänden dieser Blüte des protestantischen Sakralbaus und versetzen sowohl die Zuhörer als auch die Sänger selbst, in eine ganz besondere Stimmung. In der Martin-Luther-Kirche in der Dresdener Neustadt fand das feierliche Abschlusskonzert des Festivals statt, bei dem alle Chöre zwei bis drei Lieder zum Besten gaben. Zum Abschluss wurde von allen teilnehmenden Chören das eigens für dieses Festival komponierte Lied „Cantate Dresden“ gesungen. Das bedeutete allerdings noch nicht, dass es mit der Musik an diesem Tage ein Ende hatte. In dem rustikalen Restaurant „Dresden 1900“, welches an das alte Dresden mit seinen Straßenbahnen erinnern soll und dementsprechend eingerichtet ist, bekamen alle Festivalteilnehmer ein deftiges sächsisches Drei-Gänge-Menü vorgesetzt und schlossen noch so manchen musikalischen Kontakt zu anderen Chören. Natürlich kam es zwischendurch am Abend immer wieder zu kleinen musikalischen Darbietungen indem jeder Chor ganz locker nochmal ein mitreißendes Lied aus seinem Repertoire schmetterte und die vom Tanz und Gesang glühende Stimmung damit noch weiter anfeuerte. Ein wirklich schönes Ende eines Chorfestivals in einer beeindruckenden Stadt, das viel zu schnell vorbeiging, denn am nächsten Morgen mussten die Young Voices den barocken Bauten und Straßen Dresdens schon wieder hinter sich lassen und machten sich auf den Weg zurück in die Heimat. Im Gepäck wieder eine Handvoll mehr Erinnerungen voller Musik.

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